GRÜNE! Landwirtschaft

Die Landwirtschaft hat in unserer Stadt eine große Bedeutung. Damit das so bleibt, wollen wir unsere Landwirte dabei unterstützen, sich an den Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher auszurichten. Diese bestehen darin, dass regionale Erzeugnisse bevorzugt und dass Bio-Lebensmittel tendenziell steigend nachgefragt werden. Unser Leitbild ist der ökologische Landbau, denn durch den Verzicht auf Pestizide und synthetische Düngemittel wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch den Bedürfnissen der Verbraucher zunehmend entsprochen. Wir fordern zwar sehr entschieden, dass mit der Ressource Ackerboden, der Natur und dem Grundwasser umsichtig umgegangen wird, sehen aber unsere Landwirte nicht als Gegner an, sondern laden sie zu einer Partnerschaft ein. Wir stehen zu den ökologischen Schutzauflagen. Die Preise für die Erzeugnisse werden aber unseren Landwirten von anderer Seite diktiert. Im ruinösen Unterbietungswettkampf der größten Lebensmittelhändler bleiben unsere Landwirte das schwächste Glied in der Kette. Die Preise können sie kaum mitgestalten, sie werden ihnen vorgegeben. Sie verdienen daher unsere Solidarität. Wir unterstützen alle Landwirte in ihrem Bestreben, die Landwirtschaft von der konventionellen Art auf die ökologische umzustellen. Dies wäre ein gewichtiger Beitrag zur Rückkehr der Biodiversität, zur Zufriedenheit der Endabnehmer in ihrer Nachbarschaft, aber auch zur nachhaltigen Bodenbewirtschaftung. Außerdem ein Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Gasen, also zum Klimaschutz.

Hecken und Grünstreifen müssen neben der landwirtschaftlichen Nutzung erhalten bleiben. Sollte es zu einem unerlaubten Überpflügen von städtischen Grünstreifen kommen, ist diese zu sanktionieren. Diese Randstreifen dürfen nicht in ihrer Biodiversität eingeschränkt werden.

Grundsätzlich suchen wir als Kommune die Zusammenarbeit mit den Landwirten bei der natürlichen Gestaltung der Randstreifen und bei der Suche nach ökologisch wertvollen Nischen (z.B. Biotopen, Hecken, etc.) um diese auszubauen und gemeinsam zu pflegen.

Kurzform:

  • Für den Verzicht von Pestiziden und Herbiziden werben
  • Den ökologischen Landbau fördern
  • Grüne Randstreifen in der Landwirtschaft schützen
  • Massentierhaltung nicht gewünscht (Tierwohl ist Mindeststandard)
  • Dialog statt Konfrontation